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Ist Growth Hacking eine effiziente Marketing Methode?

Passt Growth Hacking in ihre Unternehmenskultur? Die Vorteile liegen auf der Hand, aber dazu müssen sie ihre Arbeitsweise ändern - und nicht erst nächstes Quartal.

In Start-Ups wird Growth Hacking heutzutage gelebt. Klassische Marketingansätze werden erst dann implementiert, wenn aus dem Start-Up ein "richtiges" Unternehmen wurde. In deutschen Unternehmen ist es in der Regel aber genau anders herum. Sie haben ein Marketing und nur zu oft auch keine wachstumgetriebenen Ansätze. Ich will ihnen nun ein paar Tipps geben, wie sie Growth Hacking Taktiken in das Online Marketing integrieren können und dadurch auch hin zu einem Performance Marketing kommen. Also ein messbares Marketing, das sich am Wachstum und damit an Zielen orientiert.

Growth Hacking beruht darauf möglichst schnell den am besten funktionierenden Marketing Kanal ausfindig zu machen. Alles beruht auf Tests und auf Fehlern. Diese müssen gemacht werden um Marketing Kanäle entweder auschließen zu können, oder die Kommunikationsansätze im Kanal zu verändern. 

Ein beliebter Marketing Ansatz ist das "Branding", der Aufbau einer Marke. Das Problem am "Branding" ist der enorme Zeitaufwand und die mangelnde Ausrichtung auf eine kaufbereite Zielgruppe. Gewöhnlich hat ein Unternehmen Produkte, die unter einer Marke vertrieben werden und versucht dafür Käufer zu finden. Growth Hacker gehen einen anderen Weg. Sie bringen ein Produkt oder eine Dienstleistung schnell auf den Markt und holen sofort die Meinung von Kunden ein. Diese Meinung fließt sofort in den Entwicklungsprozess ein und das Produkt wird dem Markt angepasst. 

Growth Hacking erlaubt es Unternehmen Produkte zu testen, Maßnahmen zu messen und Leistungen zu skalieren. Es werden dazu gängige Online Marketing Werkzeuge genutzt. Growth Hacker bedienen sich des E-Mail Marketings, bezahlter Klick Werbung (PPC - Pay Per Click) auf Google, Facebook und Instagram und derzeit wohl am beliebtesten: Influencer Marketing auf Blogs und in Vlogs (Youtube). 

Sehen wir uns folgende Growth Hacking Ansätze an. Sie können dann entscheiden, ob diese in ihr Unternehmen passen.

PMF (Product Market Fit) - Produkte werden dem Markt angepasst, nicht umgekehrt

Ihre Produktmanager kümmern sich darum, dass Produkte und Angebote kontinuierlich verbessert werden. Wirklich? Kann es nicht auch sein, dass diese "alte" Produkte nur verwalten und und mit dem Marketing zusammen einfach nur immer wieder neu verpacken? Sie werden mit dieser Arbeitsweise höchstens zufällig einen Käufermarkt erreichen, der bereit ist ihr Produkt sofort zu kaufen. Moderne Produktmanager testen und verändern Produkte zusammen mit dem Markt.
Wie kann man den Schalter im Gehirn umlegen? Gehen sie gedanklich weg davon das Unternehmen im Fokus zu sehen. "X Jahre Tradition und Qualität" - ja das liest sich schön und macht sich gut als Grafik auf der Website oder in Broschüren. Trotz ihrer Qualität und Tradition sinken aber Jahr für Jahr die Umsätze. Eine Weile konnten sie es sich schönreden und Gründe dafür finden. Vielleicht passt aber ganz einfach ihr Traditionsprodukt ganz einfach in der bestehenden Form nicht mehr zu den heutigen Marktanforderungen? Das Internet ersetzt heutzutage Unternehmen zur Marktforschung. Recherchieren sie selbst. Stellen sie ein Team zusammen, das vier Wochen nichts anderes tut als sich den Markt anzusehen und sich zu überlegen wie man am besten das Feedback bestehender und neuer Kunden einholen kann. Setzen sie diese Feedback Maßnahme um und lassen sie die Ergebnisse in die Produktentwicklung einfließen. Setzten sie noch heute eine "Häufig gefragt" Liste auf. Was haben Kunden die letzten Monate und Jahre am häufigsten gefragt und bemängelt. Lassen sie diese Informationen auch in die Produktentwicklung einfließen. Wandeln sie ihr Produkt damit ab oder erstellen sie ein komplett neues Produkt. Testen sie es am Markt, verändern sie es, testen sie erneut und hören sie ab sofort aufmerksam zu, wenn Kunden ihnen wertvolles Feedack hinterlassen.

Die richtigen Käufer erreichen

Nach der ersten PMF Runde ist es an der Zeit das neue verbesserte Produkt zu bewerben. Aus dem PMF Prozess haben sie bereits viel über ihre Zielgruppe gelernt. Sie wissen jetzt genau, wen sie ansprechen wollen. Wo sie diese Menschen am besten erreichen wird auch an dieser Stelle wieder ein "Trial and Error" Ansatz zeigen. POS Marketing, Soziale Medien, Pressearbeit, Suchmaschinenwerbung, Websites, E-Mail oder Influencer Marketing? Die veränderte Produktentwicklung zeigt ihnen genau wie sie neue Kunden ansprechen müssen. Haben Sie den besten Kanal ausgewählt, müssen sie dort ihren Einsatz intensivieren und versuchen weitere Kanäle mit aufzubauen. Konkret heisst das, wenn E-Mail Marketing am besten funktioniert, dann geben sie den E-Mail Empfängern auch einen guten Grund auf ihrer Website aktiv zu werden oder mit Interaktion ihre soziale Reichweite zu stärken. In dieser Phase macht es Sinn Retargeting-Prozesse aufzusetzen. Holen sie sich dazu einen Datenschutzexperten mit an Board.

"Going viral" 

Der heilige Gral des Online Marketings: Virale Kampagnen. Hohe Reichweite und geringe Kosten. Genau das wollen Growth Hacker erreichen. Wenn ihr Budget hoch genug ist, dann können sie sich darin versuchen aufwändige virale Kampagnen zu erstellen. Sie hören vermutlich schon meinen Unterton. Es gleicht einem Glücksspiel und die besten Beispiel viraler Kampagnen sind aufwändig inszeniert. Ein besserer und günstigerer Ansatz ist es das Wissen aus den vorhergehenden Anstrengungen zu nutzen und damit Kunden glücklich zu machen. Kunden werden es weiterezählen. Das verbreitet sich sich vielleicht nicht so schnell und so weit, wie ein viraler Glückstreffer, erreicht aber die Zielgruppe besser und ist etwas, das dauerhaft wirkt. Virale Kampagnen haben einen schnell vorübergehenden Höhepunkt. So schnell dieser erreicht ist, so schnell geraten sie auch wieder in Vergessenheit. Sammeln sie das Feedback glücklicher Kunden und lassen sie diese für ihr Unternehmen sprechen. 

Schließen sie den Kreis

Growth Hacking ist kein einmaliges Ding, es ist kein Selbstläufer. Es ist ein niemals endendner Prozess. Growth Hacking darf auch nicht nur auf neue Kunden ausgerichtet werden. Richten sie es auf wiederkehrende Kunden aus. Diese sind zufrieden, empfehlen sie in deren Bekanntenkreis weiter und mit etwas Glück entsteht auch dadurch ein Schneeballeffekt. 

Zum Schluss noch ein wunderbares Growth Hacking Beispiel: Zappos.com 


Zappos wurde 1999 gegründet, hat 1500 Mitarbeiter und hat einen Umsatz von weit über 1 Milliarde US-Dollar im Jahr. Nick Swinmum hatte die Idee für einen Online Shuhhandel, aber er hatte keinerlei Plan, ob das erfolgreich werden könnte. Er hatte auch kein Geld für intensive Marktforschung. Nick nutzte unbewusst einen Growth Hack. Bevor er sich ein großes Lager an Schuhen zulegen würde und sich damit auf ein finanzielles Desaster einlassen würde, ging er in verschiedene Schuhläden, machte Fotos von Schuhen und erstellte mit fremden Produkten einen Online Shop. Er sagte den Läden zu, dass er den vollen Preis für die Schuhe bezahlen würde, wenn er diese online verkaufen kann. Er hat nun eines der erfolgreichsten Online Unternehmen. Den gleichen Ansatz ging auch  AirBnB. 

Lassen sie sich von diesem Growth Hack inspirieren und überlegen sie, ob Growth Hacking etwas ist, was sie in ihrem Unternehmen ausprobieren möchten. Ich unterstütze sie dabei Growth Hacks zu entdecken und zu testen. Wir können uns gemeinsam "einsperren" und effektive Wachstumsstrategien für ihr Unternehmen finden.
Fragen sie mich einfach nach dem "Growth Hacking" Workshop.

Armin

P.s.

Lesen Sie auch: "Growth Hack: Käuferberatung" und "Google Brand Building Growth Hack"

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Dipl. Ing. (FH) Armin Müller
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